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Roßtrappe

Die Roßtrappe

Geschichte:

Die Felsenklippe die mit 451m die Roßtrappe um 48m überragt, erlangte im Laufe des 19. Jahrhunderts ihre heute Popularität. Der Hexentanzplatz war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein altsächsischer germanischer Kultort, an dem vor allem in der Nacht zum 1.Mai, der jetzigen Walpurgisnacht, Rituale abgehalten wurden. Nach der These von J. P. Chr. Decker zogen die Sachsen nachts zu ihrer alten Kultstätte, um dort ihre heidnischen Bräuche weiter zu pflegen. Die Sachsen hätten die von Karl d. Gr. aufgestellten Wachen überlistet, indem sie sich mit Besen und Heugabeln bewaffneten, verkleideten und die Gesichter schwärzten. Zu Tode erschreckt, flohen die christlichen Wächter und erzählten fortan vom schaurigen Treiben der Hexen und Teufel. 

Sage:

Die Königstochter Brunhilde wurde vom wilden Böhmenkönig Bodo verfolgt, der sie gegen ihren Willen heiraten wollte. In ihrer Todesangst wagte die Prinzessin den tollkühnen Sprung vom Hexentanzplatz über die Felsenschlucht des Bodetals. Der Huf ihres Rosses prägte sich beim Aufprall auf das gegenüberliegende Felsplateau tief in den Steinen, Bodos Pferd versagte und stürzte mit dem Reiter in den Fluss. Dort bewacht er, in einen schwarzen Hund verwandelt, noch heute die Krone der Königstochter, die diese bei dem Sprung verlor.