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Der Harz
Das Schloß Teil 1
Das Schloß Teil 2
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Wernigerode

Der Besucher, der vom Harzvorland kommend sich der Stadt Wernigerode nähert, erblickt schon aus der Ferne das sich majestätisch über der Stadt erhebende repräsentative Schloß. Jahrhundertelang bis in die Zeit der Weimarer Republik hinein war es der Wohnsitz der Fürsten von Stolberg-Wernigerode. Sein heutiges, wie ein Märchenschloß anmutendes Äußeres erhielt das Bauwerk aber erst im 19. Jahrhundert.

Wernigerode trägt auch den von Hermann Löns geprägten Beinamen ''Bunte Stadt am Harz''. Das Bild der historischen Innenstadt mit den vielen, meist sehr aufwendig restaurierten Fachwerkhäuser geben dem Dichter auch heute noch recht.

Am Marktplatz fällt sofort der spätgotische Fachwerkbau des Rathauses aus dem 15. Jahrhundert auf. Dieses farbenfrohe, scheinbar aus einem Bilderbuch entsprungene Gebäude erhielt sein heutiges Aussehen in den 40er Jahren des 16. Jahrhunderts und ist mit zahlreichen Holzfiguren und sinnigen Sprüchen aus der damaligen Zeit verziert.

In Wernigerode befindet sich einer der Anfangsbahnhöfe der Harzquerbahn. Die Stadt ist damit auch ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den Harz. So gelangen Sie z.B. von hier aus in weniger als zwei Stunden auf den Gipfel des Brockens.

 

Rathaus

Rathaus

Sehenswürdigkeiten in Wernigerode

Neben dem Schloß und dem Rathaus gibt es in Wernigerode noch weitere bekannte sehenswerte Bauwerke, von denen die meisten in den 90er Jahren restauriert wurden. Die politische und wirtschaftliche Wende von 1989 kam hier gerade noch rechtzeitig, um wertvolles kulturelles Erbe erhalten zu können, denn viele der jahrhundertealten Fachwerkhäuser waren zu dieser Zeit schon in einem sehr schlechten Zustand. Das Ende der DDR war die Rettung nicht nur für Wernigerodes historischen Stadtkern...

Viele Sehenswürdigkeiten befinden sich am Marktplatz oder seiner unmittelbaren Umgebung, so z.B. der eindrucksvolle Bau des restaurierten Gothischen Hauses, in welchem sich heute ein Hotel befindet. Davor steht der gußeiserne Wohltäterbrunnen, welcher an Persönlichkeiten erinnern soll, die sich um das Wohl der Stadt verdient gemacht haben. Ebenfalls nicht weit vom Marktplatz entfernt befindet sich das schiefe Haus. Dieses Gebäude war ursprünglich eine Mühle und wurde vom daneben fließenden Mühlgraben solange einseitig unterspült, bis das Fundament auf festem Boden aufkam und das Haus die heutige Lage erhielt.

Auch abseits des Marktplatzes gibt es noch so manches sehenswerte Bauwerk, wie z.B. in der Breiten Straße die Krellsche Schmiede und das mit einer Fassade ganz aus Holz verzierte Krummelsche Haus. Im Westen der Altstadt steht ein gut erhaltender Turm der ehemaligen Stadtmauer - der Westerntorturm.